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Dry Needling

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21
September
2021

Das Dry Needling (trockenes Nadeln) gewinnt seit Jahren immer mehr Popularität. Es ist eine Behandlungsform, um Triggerpunkte effizient zu behandeln. Vielleicht hast du selbst bereits Erfahrung damit gesammelt, oder bist interessiert, es auszuprobieren. Doch was ist genau das Ziel der Behandlung? Was ist der Unterschied zur Akkupunktur? Genau diese Fragen werden in diesem Beitrag geklärt.

Was ist das Dry Needling?

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist das Dry Needling eine Form der Triggerpunkt-Therapie. Das Dry Needling Konzept wurde in den frühen Neunzigern in der Schweiz entwickelt und wird seither weltweit angewandt. Ziel des Dry Needlings ist es, die verspannte Muskulatur gezielt zu behandeln. Dadurch wird die Durchblutung lokal im Gewebe verbessert und die Entzündungsreaktion nachhaltig gesenkt.

Beim Dry Needling werden sterile Einweg Akupunktur Nadeln verwendet. Diese variieren im Durchmesser von 0.16 bis 0.3 mm und sind zwischen 1.5 bis zu 10cm lang. Welche Nadel verwendet wird, variiert nach Ort und Tiefe des Triggerpunkts. Während der Therapie kann eine lokale Zuckungsantwort des betroffenen Hartspannstrang im Muskel erfolgen, was unterschiedlich empfunden wird. Für einige ist diese Zuckung ein wohltuender Schmerz, für andere kann er unangenehm sein. Jedoch ist diese Zuckung nur sehr kurz und falls sie Schmerzen ausgelöst hat, vergehen diese schnell wieder. Grundsätzlich kann fast jeder Muskel mit der Dry Needling Therapie behandelt werden.

Welche Formen des Dry Needling gibt es?

Je nach Ort der Beschwerden können verschiedenen Techniken des Dry Needling angewandt werden. Es gibt drei verschiedene Formen des Dry Needlings:  

  • Intramuskuläre Stimulation  
  • Superfizielle Dry Needling
  • Intramuskuläre elektrische Stimulation

Bei der intramuskulären Stimulation wird die Nadel direkt in den Triggerpunkt im Muskel gestochen. Dadurch kann die oben erwähnte Zuckungsantwort des Muskels erfolgen. Die Zuckung zeigt der Therapeutin oder dem Therapeuten, dass der Triggerpunkt getroffen wurde. Es wird angenommen, dass durch die Zuckung Verklebungen der Faszienstruktur gelöst werden. Zusätzlich haben mehrere wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass durch das Dry Needling die Entzündungsreaktion um den Triggerpunkt herum gesenkt wird. Das superfizielle Dry Needling beschreibt eine Technik, wo die Nadeln nur in der Haut und nicht im Muskel platziert werden. Diese Technik wird bei Personen angewendet, welche sehr ängstlich sind und so an das Dry Needling herangeführt werden können. Oder bei Muskeln, welche schwierig mit der Nadel zu erreichen sind. Durch das Nadeln der Haut über dem Schmerzpunkt, werden lokal schmerzlindernde Mechanismen ausgelöst (siehe Blog: Chronische Schmerzen- Was passiert dabei in unserem Gehirn?). Die letzte Variante des Dry Needlings ist die intramuskuläre elektrische Stimulation. Dabei werden zwei Nadeln in den betroffenen Hartspannstrang, um den Triggerpunkt herum, in den Muskel eingeführt. Danach wird an jeder Nadel eine Elektrode platziert und mit Hilfe der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) wird dann der betroffenen Punkt behandelt. Dadurch wird der Muskel über einen grösseren Bereich behandelt und lokal wird die Durchblutung angeregt, was wiederum zur Schmerzlinderung führt.

Fazit

Das Dry Needling behandelt Triggerpunkte lokal mit Hilfe von Einweg Akupunkturnadeln. Es gibt drei verschiedenen Formen des Dry Needlings: Die intramuskuläre, die superfizielle und die intramuskuläre elektrische Stimulation. Welche Behandlungsmethode angewendet wird, liegt im Ermessen der Therapeutin oder des Therapeuten. Ziel der Therapie ist es, lokal die Durchblutung zu steigern und so die Schmerzen zu reduzieren. Zusätzlich kann bei der intramusklären Stimulation eine Zuckungsantwort des Muskels erzielt werden, es wird angenommen, dass dadurch zusätzlich noch Faszienverklebungen gelöst werden. Das Dry Needling ist eine ergänzende Therapieform zu der normalen Physiotherapie.

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